





Stelle zwei offene Fragen, wenn alle wieder atmen: „Was hat dir geholfen?“ und „Was brauchen wir das nächste Mal schneller?“. Höre zweimal so viel, wie du sprichst, fasse kurz zusammen und bedanke dich. Kein Verhör, kein Tagebuch der Fehler. Dieses Mini‑Gespräch festigt Lösungen, stärkt Vertrauen und respektiert Autonomie, während Verantwortung klar bleibt. So wird Lernen freundlich und effektiv zugleich.
Erst Wasser, dann Worte. Biete ein Glas, vielleicht etwas Salziges oder Proteinhaltiges – Nüsse, Käsebrot, Joghurt. Sinkender Blutzucker verstärkt Dramatik, deshalb stabilisieren wir zuerst den Körper. Ein warmer Waschlappen, bequeme Kleidung, leise Musik. Nach wenigen Minuten arbeitet das Gehirn wieder kooperativ. Dann erst verabreden wir nächste Schritte. Dieser Ablauf vermeidet erneute Eskalation und erhöht die Chancen auf echtes Verstehen.
Schreibe zwei Zeilen: Was hat funktioniert, was probieren wir morgen? Lobe konkret Verhalten, nicht Charakter: „Du hast dreimal geatmet und Wasser geholt.“ Hänge eine kleine Karte an die Pinnwand. Sichtbare Fortschritte motivieren, besonders Kinder. Dieses Protokoll kostet kaum Zeit, baut jedoch Zuversicht auf und erinnert im nächsten Sturm daran, dass ihr Werkzeuge habt – und sie gemeinsam nutzen könnt.
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